16.08. – 18.08.2015: Flow Alpin Camp

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Nach gefühlt zwei Monaten Sommer regnets….Ja, es regnet. Genau an dem Wochenende wo wir das Alpin Flow Camp mit Harald Philipp beim Oidwirt haben. Ja..genau da. GRRR.

Aber es hilft ja nix. Sonntag Früh gings zum Oidwirt und dort vor Ort waren dann schon Mathias und Harald sowie der Rest der Truppe. Wir waren so in etwas 10 Mann und die beiden mussten in der Früh erst mal die Stimmung heben. Und wurde natürlich erzählt was die beiden selber vor haben, aber auch unsere Erwartungshaltung wurde abgeklopft. Nach er ersten Einstimmung und dem ersten kurzen Vortrag gings dann zum Mittagessen in die Stube. Im Anschluss gings mit schweren Bäuchen in die ersten Trailrunden. Auf dem Plan standen kurze Runde um Lenggries herum, teilweise hoch tretend, aber teilweise auch schiebend. Das Wetter wurde trotz besserer Vorhersage schlechter, so dass wir quasi im Regen im nassen Wald spielten. Gleich beim ersten Technik Part war meine Laune etwas unten. Ich fahr gemütlich den Berg hoch, als ein Kollege mir hinten ins Hinterrad fährt. Männlicher Ehrgeiz am falschen Platz. Einfach zu viele Jungs, die sich gerade mehr selber beweisen wollen wie toll sie sind. Das ganze legte sich zum Glück später. Die ersten Technik-Parts mit Harald waren echt gut und er konnte mir zumindest im „Über-Nasse-Wurzeln-Fahren“ viel neues beibringen. Sachen die ich mich vorher sicher nicht getraut hätte. Echt Klasse. Laura hatte leider noch etwas mit den rutschigen Bedingungen zu kämpfen, was aber immer besser wurde. Nach den ersten beiden Runden gönnten wir uns eine Pause in der Schlossschänke und ich war echt begeistert, was für Schätze hier noch liegen. Das Lokal kannte ich gar nicht, war aber ein voller Treffer. Im Anschluss gings dann Richtung Fockenstein hoch (so ungefähr) und von hier dann ab in einen nassen Trail. Der hatte es speziell weiter unten in sich und hier zeigte mal Harald was so alles in ihm steckt. Hut ab vor der Bike Beherrschung. Laura kämpfte sich wie quasi jeder runter und so kamen wir dann alle, trotz echt harter Bedingungen, wohlbehalten beim Oidwirt an. Nach der Dusche und dem Abendessen (was super lecker war) folgte noch der Showpart vom Harald.

Der Montag war stimmungstechnisch auch etwas durchwachsen. Wir hofften auf Besserung, leider kam diese nicht. Mathias und Harald disponierten um, so dass es nach einem ersten Theorieteil am Vormittag zum Mittagessen in die Jachenau ging. Hier ist speziell die erste Wirtschaft im Ort zu empfehlen, was große Portionen angeht. Man haben wir gekämpft. Noch schlimmer wurde dann der Uphill zum Walchensee und von dort zum Hochkopf. Lief aber dennoch alles geschmeidig ab, zwei Gruppen, zwei Geschwindigkeiten. An der DAV Hütte oben trafen wir uns dann alle, so dass wir zusammen den Downhill in Angriff nahmen. Trotz Nässe hat der Boden hier das Wasser gut aufgenommen und ein gutes Fahren war möglich. So gut, dass es sogar richtig Spaß gemacht hat. Unten am Walchensee angekommen gings zurück zum Übergang Jachenau bzw. ein Stück weiter nördlich sogar, so dass wir erneut einen Trail mitnehmen konnten. Dieser war härter, speziell das Ende war ein mit Wurzeln überwucherter Weg, der im Nassen sehr schwer zu fahren war. Der Abend selber verlief ruhig, da die Stubn heute geschlossen war, so dass sich der Oidwirt und die Oidwirtin zu uns setzten und wir schöne Gespräche hatten. Hier wurde auch das erste Feedback der Gruppe abgefragt und ich ließ hierbei meinem Unmut etwas freien Lauf. Die Erwartungshaltung stimmte mit dem Gebotenen nicht überein. Speziell da das Camp die Stichwörter Alpin und Flow im Namen trägt kommt es mir eher vor wie eine Extended Flow-Gaudi. Aber ich will jetzt hier nicht die gesamte Geschichte wiederholen. Ich zumindest hab meine Erfahrung gemacht und meine Schlüsse gezogen.

Der Dienstag war dann endlich trocken. Voller Vorfreude packten wir alles und die Autos, denn der Plan war nach Grashang zu fahren um von dort aus aufs Kienjoch zu steigen. Verrückterweise fuhren wir Harald hinterher der natürlich einmal nur abbog um Geld abzuheben. Also lieber wieder selber denken. Am Parkplatz verteilten wir dann noch den Proviant für oben und machten uns auf. Harald blieb zunächst in unsere Nähe, so dass Laura und ich viel Zeit hatten mit ihm zu quatschen. Echt lässiger Typ und auch echt vernünftige Ansichten die er so hat. Bin mal gespannt wie ihm das Thema Flow und Vorträge usw. zusetzt. Der erste Abschnitt zu den Almen war relativ gut machbar, von da musste das Bike etwa 300Hm hoch getragen werden. Dies ging auch irgendwie vorbei und so gelangten wir zum Grat dem wir bis zum Kieljoch folgten. Oben am Gipfelkreuz angekommen wurde erst mal ordentlich aufgetischt und geschlemmt. Im Anschluss folgte das obligatorische Kaffee-Ritual. Als wir alle etwas durchgefroren waren machten wir uns zackig auf zum Downhill. Die ersten Meter waren echt brutal, da nix warm war und die Passagen dennoch steil waren. Mit der Zeit wurde es leichter und spätestens ab dem Reitsteig hatte dann jeder Spaß. Das Tempo erhöhte sich und wir zirkelten voller Flow runter. Leider stürzte ein Kollege in einem angesagten schweren Stück und zwar so blöd, dass er sich die Rippen mal ordentlich prellte, wenn nicht sogar brach. Im langsameren Tempo gings weiter, so dass wir speziell den letzten leichteren Teil des Trails mehr als genießen konnten. Zurück in Graswang kehrten wir noch beim Fischerwirt ein, ließen die letzten Tage Revue passieren und verabschiedeten uns alsbald von allen.

Wenns auch nicht ganz meine Vorstellungen getroffen hat, ein sehr schönes Camp mit echt netten Eindrücken.

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