Neuer Tag, neues Glück. Der Camping in Fall stand quasi im Wasser. Geil. Auf Zehenspitzen bewegten wir uns durch die Pfützen durch und fingen ganz langsam den Tag an. Die Sonne kam zwar raus, aber wir waren uns echt nicht sicher ob heute was gehen würde oder nicht. So warteten wir und mit der Zeit wurde die Straße sogar trockener.
Wir entschieden uns dann für den Risssattel den ich schon länger auf dem Schirm hatte, aber nie die Gelegenheit fand. Es soll ja das Spitzkehren-Massaker par excellence sein. Wir nahmen den langen Aufstieg über die Mautstraße in Kauf. Dieser war dann zwar etwas mehr Strecke von Fall aus, aber so ists halt. Der Aufstieg war dann teilweise echt ok, aber hinten raus zog er sich dann doch brutal mit ein paar Rampen und einem nervigen Auf und Ab. Als wir dann quasi kurz vor dem Sattel waren machten uns dunkle Wolken echt Sorge. Hält das Wetter? Regen wäre ja ok, aber kein Gewitter und es baute sich gerade ordentlich auf. Wir verloren keine Zeit und stiegen zügig in den Trail ein. Wie versprochen ein schmales Wegerl, das sich schön nach unten zieht. Oben wars allerdings ganz schön ausgesetzt und schmal, so dass ich auch lieber Abstieg. Dies legte sich dann etwas, dennoch blieb der Trail ordentlich anspruchsvoll. Es waren zwar wenige krasse Stufen, aber die Spitzkehren haben es echt in sich. Quasi besteht der Weg nur aus Spitzkehren. Richtig Flow ist hier nicht außer man ist ein Philipp oder Öhler. Dennoch perfektes Übungsgelände. Gegen Ende erwischte uns dann doch der Regen und wir beeilten uns ins Gasthaus Vorderriss zu kommen. Gerade noch Rechtzeitig vor der großen Dusche kamen wir rein und gönnten uns hier eine kleine Brotzeit. Leider wars ja noch nicht ganz vorbei und so nahmen wir noch die letzten Kilometer, mit vollen Bäuchen und leichtem Nieselregen, zurück in Angriff. Patschnass kamen wir dann an, zogen und schnell um und verließen das feuchte Eck Richtung Hause. Ja ja….der Frühling/Sommer in Bayern.
