Am Montag (27.09.2010) hab ich noch nach der Wiesn übers Internet erfahren, dass Kurt Albert schwer gestürzt ist und zurzeit auf der Intensivstation liegt. Sein Leben hing an einem seidenen Faden. Ich schluckte schwer und hoffte das Beste für ihn. Am Dienstag überschlugen sich dann die Meldung. Erst hieß es, er ist seinen Verletzungen erlegen, dann am Nachmittag der Widerruf. Puh, dachte ich. Doch am Mittwoch wurde es dann traurige Gewissheit. Die Verletzungen waren zu schwer und am Abend des 28.09. erlag er seinen Verletzungen.
Ich kannte Kurt Albert nicht wirklich. Ich bin ihm lediglich zweimal beim Klettern begegnet. Doch ich erinnere mich gern an diese Momente. Als ich so um 2000 rum anfing zu klettern waren er, Wolfgang und Alex die Namen die ständig im Zusammenhang mit Klettern genannt wurden. Natürlich fing ich an mich einzulesen und förmlich alles aufzusaugen zu dem Thema und man kann die drei auf jedenfall zu meinen damaligen Idolen rechnen. Viele ihrer Aktionen und Gedanken bewegten mich dazu weiter zu machen und das Feuer richtig zu entfachen. Letztes Jahr dann traf ich Kurt während unseren Bleau Trips und kann mich noch genau dran erinnern wie er unsere Mädls aus der Gruppe angemacht hat ;-) und ihnen beim Bouldern und Spotten geholfen hat. Doch auch uns Jungs stand er tatkräftig mit allerlei Gebiet-Tipps zur Seite.
Es fällt mir echt schwer momentan das Geschehene zu verarbeiten. Mit Kurt geht einer der Vordenker des modernen Kletterns verloren und das ist nur der kletterseitige Aspekt. Vom menschlichen will ich hier gar nicht reden.
Ein Satz ist mir heute beim lesen seiner alten Interviews besonders aufgefallen.
When you are too old to climb what will you do?
Kurt Albert: I am sure I will climb as long as I can move.
Das hast du. Danke für alles!
