20.01.2012, Freitag:
Dieses Wochenende war Nikos und Susannes Hochzeit. Vollbepackt fuhren wir Freitagabend dann auch los Richtung Lenzerheide. Ab Sargans dann der erste Regen, aber kein Schnee. Hmm, ob das was wird mit der Snow Wedding. Dann mehr oder weniger plötzlich vor Chur die Wende. Schnee liegt am Fahrbahnrand und es fängt an zu schneien und zwar so stark, dass ich schon ab Chur die Schneeketten aufziehen muss. So gings dann auch im Schneckentempo hoch bis zur Lenzerheide. Dabei musste ich immer mal wieder stehen bleiben um die Ketten nachzuziehen. So ein Klump. Mittlerweile ist so viel Schnee gefallen, dass ich den letzten Anstieg bei Sporz zu unserer Pension mit dem Bus nicht mehr schaffe. Mitten im Hang drehen die Räder durch und ich muss langsam zurück rollen. Einge Kette ist gerissen, egal. Wir lassen den Bus erst mal hier stehen und holen ihn morgen. Zum Glück holt uns der Wirt (Patrick) mit seinem Audi S3 ab. Geschafft von der Fahrt gönnen wir uns oben erst mal eine Halbe.
21.01.2012, Samstag:
Eigentlich wollte wir heute Skifahren gehen, aber es hat die komplette Nach durchgeschneit. Patrick meint auch, wir brauchen es nicht zu probieren, da wird sicher viel gesperrt sein. Er selber war schon seit fünf unterwegs um Schnee zu schippen bzw. zu fräsen. So gönnen wir uns einen ruhigen Vormittag, spaziere runter zur Lenzerheide und versuchen auf dem Rückweg den Bus hoch zu bekommen -> Saudumme Idee. Erst mal aber frei schaufeln. Dabei entdecken wir unter dem Schnee einen Strafzettel. Auf dem Parkplatz ist es verboten zwischen 24-8Uhr zu parken. Ausgestellt um 7:50Uhr. Arschloch. Sauer setze ich den Bus in Bewegung. Mitten im Hang bleibt der Bus dann wieder stecken und die zweite Kette ist gerissen. So ein Klump. Ich versuche zurück zu rollen und merke, dass mit rollen nicht viel ist. Der Bus rutscht auf dem Schnee unkontrolliert nach unten und ich kann nichts machen. Zum Glück passierte es in einer Kurve, so dass ich in der seitlichen Schneewehe stecken geblieben bin. Puhh. Erste Analyse. Kein Schaden an Fuchur. Was als nächstes. Laura rennt hoch und fragt Patrick ob er uns mit dem Traktor hochziehen kann. Ich telefonier in der Zwischenzeit mit Matthias (Susannes Bruder), der mir neue Schneeketten mitbringt. Dank Patrick kommen wir auch gut schließlich oben an. Nervlich am Ende mach ich mir erst mal ne Halbe auf. Anschließend machen wir uns fertig für die Hochzeit. Zack Knopf vom Sacko abgerissen. Na geil. Kann nur besser werden. In Turnschuhen/Snowboardschuhen und Anzug/Abendkleid gehts runter zum Guardaval. Dort hören wir schon von den anderen Gästen, dass viele Probleme hatten. Na gut, wir sind wenigstens nicht alleine. Aber genug davon. Es ist Niko&Susannes Tag. Der Schneefall hat zum Glück am frühen Nachmittag aufgehört und der Himmel ist jetzt aufgerissen. Strahlend blau. Eine richtige Snow Wedding. Es trudeln langsam alle ein und die Trauungszeremonie beginnt. Anschließend haben wir die Gelegenheit viele alte und neue Bekannte zu treffen bzw. kennenzulernen. Das ganze wird von einem stimmungsvollen Ambiente und gutem Essen abgerundet. Danach gehts vom Speisesaal wieder rüber zum großen Saal und die Fete beginnt. Nach ein paar Vorträgen (auch von meiner Seite) wird Musik aufgelegt und um drei ist für uns Schluss. Fertig nach diesem Tag gehen wir wieder hoch zur Pension. Vielen Dank Niko&Susanne für diesen super Tag/Abend.
22.01.2012, Sonntag:
Heute heißt nach einer kurzen Nacht früh aufstehn. Nach dem Frühstück packen wir zam und ich zieh die neuen Ketten auf. Sie passen und sind sicher doppelt so dick wie die alten. Damit gehts auch sicher runter und ins Skigebiet Valbella. Dort dann der Lohn für das Desaster gestern. Ein riesiger Hang, nicht präpariert, voller Tiefschnee. Wir fahren diesen Hang sicher viermal runter und machen so ca. 3000 Abfahrtshöhenmeter. Meine Oberschenkel brennen, ich kann kaum noch fahren, dafür hab ich endlich das Gefühl, dass es besser geht mit dem Tiefschneefahren. Glück und fertig machen wir uns auf den Weg zurück ins verregnete München.
