12.05. – 17.05.2010: Tessin

IMG_4873

Am Mittwoch Abend schafften wir es endlich weg as München mitten in den Stau. Geschlagene 60 Minuten habe wir gebraucht bis wir am Ammersee vorbei waren. Danach ging es aber zum Glück gut durch. Weniger schön war der einsetzende Regen ab Avers, der uns bis nach Faido verfolgte. Dort schafften wir es noch gerade bis zum Klo und zurück zu rennen bis sich die Wolken ganz auftaten und es einfach nur durchregnete. So schön das Regenblattern auf dem Dach ist, wenn es ca. 12 Stunden lang anhält wirds einfach nur nervig. So verbrachten wir den Donnerstag im Bus mit reden, lesen, ausruhen. Am Abend tat sich dann doch noch ein kleines Wolkenfenster auf und wir machten uns auf eine kleine Bikerunde Richtung Campello. Nach ca. 400Hm kehrten wir aber dank dem einsetzenden Regen um. Am Campingplatz zurück konnten wir ein schönes Phänomen beobachten, was uns auch die nächsten Tage erhalten blieb. Man steht in der Früh auf und ist alleine auf dem Platz. So bleibt es auch den ganzen Tag bis ca. 17 Uhr Abends, da kommen plötzlich alle möglichen Campingmobile/Anhänger auf dem Platz, streiten sich kurz um den Platz und bauen dann friedlich ihre Sat-Schüsseln auf. Abends sieht man dann noch ein paar hagere Gestalten um ihre Busse schleichen, eine Klappe aufmachen und eine Flasche Rotwein rausziehen. Am Morgen ist dann wieder alles vorbei.

Da es wie gesagt am ersten Tag nicht aufhörte zu regnen kochten wir auch nicht draußen sondern gönnten uns eine schöne Pizza im Camping Gottardo.

Am Freitag morgen erwartete uns wieder der wunderschöne Geruch von frisch gebackenem Brot und so starteten wir auch gut in den Tag. So gestärkt wollten wir die kleine Graulücke nutzen und fuhren Richtung Gottard mit den Bikes los. Doch kaum hinter Faido raus drängten die Wolken immer stärker ins Tal und der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Wir fuhren dann noch etwa 20/30 Minuten weiter bis wir im strömenden Regen einsahen, dass die Wolken von hinten auf uns zukommen und es keine Chance auf Besserung gab. So entschlossen wir uns umzudrehen und Mitten in den Regen zurück zu fahren. Hier stellte ich fest, dass meine Gore Klamotten zwar einigermaßen dicht sind, aber wenn bei Schuhen das Wasser von oben rein kommt und die Socken nicht gerade von Gore sind, so hat man keine Chance der Pfütze innerhalb der Schuhe zu entgehen. Klatschnaß kamen wir unten an und verbrachten erst mal eine Stunde im Bad unter dem heißen Wasser. Ich noch etwas länger da ich versuchte meine Schuhe mit dem Föhn aus der Damendusche trocken zu kriegen. Gegen Nachmittag wurde es aber doch noch schön und das Hoch setzte sich endlich durch, so dass ich am Abend noch eine Tour fahren konnte. Endlich konnten wir auch die erste Nacht draußen genießen.

Am Samstag gings dann ab zum Bouldern nach Chironico. Wir machten uns am Sektor Centrale&Co zu schaffen wo wir uns zwar erst einmal etwas warm bouldern mussten, aber insgesamt gute Erfolge erzielten. Laura kam gut in Number One klar und ich konnte die rechts/links Traverse Professor Bambela für mich verbuchen.

Sonntag hieß es auf zu neuen Ufern. Ich wollte Paese ausprobieren. Sobald man mal weiß wo der Zustieg ist, ist es nicht schwer zu finden. Insgesamt ist das Gebiet sehr blockig und man muss schon etwas suchen bis man den richtigen Weg zwischen den Bouldern gefunden hat. Leider waren wir pünktlich zur Mittagshitze im Gebiet und es war kaum möglich richtig zu bouldern. So entschlossen wir uns umzudrehen, zurück zum Campingplatz zu fahren, den Nachmittag zu genießen und am Abend wieder zu gehen. Die Tour folgte dabei folgenden Punkten: Number One – Lemon Tree – Birds.

Montag, am letzten Tag hieß es dann runter nach Deliverance. Laura hatte gute Versuche in Shockwave, aber ich kann noch immer nicht den Start von Schwarzes Loch knacken. Damn. Da uns die Hitze einholte und wir auch schon etwas fertig waren, sagte ich noch schnell Tschüss zu Dr. Crimp und es ging zurück nach Hause. Bis zum Herbst Chironico!!!

Schreibe einen Kommentar