Die letzte Station unserer Sprachreise führte uns letztendlich ins Engadin besser gesagt nach Pontresina. Im Winter-Wonderland angekommen genossen wir erstmal das unglaubliche Panorama. Wir fuhren hoch zum Lago Bianco und jep, der Wind passte, Schnee war auch da, Wetter gut, also nix wie los zur ersten Snowkite Session der Saison. Wir hatten beide gute Runs und für mich wars echt etwas gewöhnungsbedürftig auf einem unebenen Hang zu kiten statt auf dem platten See. Aber geiles Gefühl.
Noch cooler war der Campingplatz den Laura ausgesucht hat. Dieser war voll ausgestattet mit Skiraum, Trockenraum für Schuhe und Klamotten, sowie einem Aufenthaltsraum mit Küche. So konnten wir die erste Nacht bei -20 Grad gut noch etwas im Warmen aussitzen bevor es in den Bus ging. Jep, die Nacht war kalt. So kalt das am nächsten Morgen so gut wie alles gefroren war und ich mich wie ein Fischstäbchen gefühlt habe. Zum Glück zickte unsere Standheizung nicht rum und sprang anstandslos an. Dies half dabei die eingefroreren Kontaktlinsen wieder flüssig zu bekommen.
Heute hatten wir voll Lust auf Skitour und so suchten wir uns eine sichere Tour aus (da wir nix dabei hatten an Führern) und gingen von der Talstation Diavolezza die Skipiste hoch zum Haus. Wie immer ein grandioser Anblick rüber auf den Piz Palü und den Piz Bernina. Dieser lies die 3,5h für den Aufstieg (930Hm) fast vergessen. Platt und fertig wie ein Schnitzel gönnten wir uns oben auf der Hütte erst mal ein richtiges Essen bevor es anschließend runter ging und wir den Abend in der Camping-Sauna verbrachten.
Die nächste Nacht war zum Glück weniger kalt und so konnten wir etwas schneller am nächsten Tag los machen. Nur wohin und was machen? Für den Bernina Pass waren Sturmböen bis 120km/h angesagt, so dass kiten ins Wasser fiel. Wir entschieden uns daher uns etwas die Gegend anzuschauen. Wir fuhren bis zum Bernina-Pass hoch und sahen tatsächlich welche beim Kiten, was aber nach wenig Spaß aussah. Anschließend gings zurück nach St. Moritz und von dort weiter am Silvaplana See entlang nach Maloja. Dort gönnten wir uns die Skikarte für das Gebiet und pistelten etwas bzw. zweigten ab und zu offpist ab. Unsere Körper schrien nach Pause und Erholung. Somit gaben wir nach und entschlossen uns Freitag Abend schon nach München zurück zu fahren um gemütlich anzukommen und die entspannt in die nächste Woche starten zu können. Entspannt ist relativ, da Steffen uns am Samstag Abend mit einer Flasche Monkey 47 Gin besuchte…Sonntag war etwas träge.
