Bleau…Tja Bleau…
Dieses Jahr war etwas schwierig oder einfach auch nur anders. Warum auch immer hat meine Boulderlust in den letzten Monaten sehr abgenommen. Ich hab zwar noch trainiert, aber etwas halbherzig. Dann Bleau. Klar, es war wie immer lustig, aber das Bouldern stand leider nicht so sehr im Vordergrund. Nach einem langen hin und her wegen dem Wetter ;-) haben wir uns doch entschieden am Donnerstag Abend schon los zu fahren. Daran wollte mich fast mein Fahrradschloss hindern bei dem der Schlüssel nach Feierabend abgebrochen ist. Egal, es gibt ja noch die U-Bahn. Die Fahrt ging dank der Schweiz dann besser als gedacht, so dass wir nach ca. 9h in Grez-Sur-Loing waren. Freitagfrüh wie immer großes Chaos. Etliche Engländer und Holländer vor den Touren, davor die Boulderwelt + andere Enthusiasten. Der Platz war wie immer voll gestellt, aber die nette Dame vom Campingplatz hat ihn dann doch noch für uns leer geräumt. Neben Simon, Mitch waren auch Andre, Anika bzw. auch später noch Karo/Marco am Start.
Bei uns war eigentlich noch geplant, dass Floh/Karin/Paul noch kommen, doch leider ist ihnen kurz vorher etwas dazwischen gekommen. Somit waren es auf unserer Seite noch Claudi/Peter, Steffen/Martina, Dieter, Stephan/Steffi und Werner mit seiner Familie.
Nach dem ersten schönen Frühstück gings dann auch nach Apremont wo wir uns wie jedes Jahr an den Fels gewöhnten. Hier machte es mir zwar immer noch Spaß, aber der Funke sprang nicht wirklich über. Am Nachmittag waren dann auch Claudi/Peter schon da, so dass wir einen gemütlichen ersten Abend verbrachten. Die nächsten Tage trafen dann auch nacheinander die anderen ein.
Die Tage vergingen schnell. Bouldern war zwar ein Teil, aber nicht der wichtigste. Zu meiner unmotivierten Einstellung kam noch hinzu, dass ich sicher den Kopf noch voller Arbeit hatte bzw. einfach gemerkt habe, dass ich mich seelisch erst mal erholen muss und dass leider nicht mit fünf Bier und draußen Schlafen so einfach getan ist. Es braucht halt Zeit. So widmete ich mich verstärkt dem was weniger Kopf braucht. Dem Holz hacken. Peter und ich legten mit Steffens Hilfe ein ordentliches Tempo vor. Peter schien noch mehr Abbauen zu müssen als ich, so dass er zwei Äxte kaputt haute. Geld kann man ja bekanntlich gegen Waren und Dienstleistungen tauschen. Während ich nur mit meinem Kopf zu kämpfen hatte, hatte Laura viel ärgere Probleme. Am Sonntag blieb sie leider zu lange in einem Fingerloch stecken, rutschte mit dem Fuß ab und riß sich dabei das Ringband. Verdammter Mist. Nicht genug, dass bouldern damit kaum möglich war, nein, auch erwischte sie eine echt derbe Erkältung, so dass sie die nächsten Tage bis zum nächsten Freitag nur am auskurieren war, was bei 5°C nicht gerade einfach ist.
Alles in allem war es schon lustig, aber es war kein Boulderurlaub sondern ein Urlaub mit Freunden was auch sehr sehr schön war (mal von Lauras Verletzungen abgesehn). Bleau hat mir dieses Jahr eine andere Lektion erteilt. Nicht im Bouldern sondern über mich selbst….Wir sehn uns wieder im Herbst.
Gebietsübersicht: Freitag – Apremont Bizons, Samstag – Potala, Sonntag – Buthiers, Dienstag – Roche aux Sabot, Mittwoch – Canch aux Merciers, Donnerstag – Canch aux Merciers, Freitag – Isatis, Samstag – Isatis.
