Endlich war es soweit. Wacken..Mein erstes Festival. Ich war schon richtig gespannt wie das so abläuft und wies wird. Am Dienstag Nachmittag hab ich mich dann mit Steffen getroffen, kurz zum Markus, Zeug umladen/einladen und dann gings los Richtung Wacken. 900km Richtung Norden. Anfangs quälten wir uns noch durch den Münchner Stau, kamen aber später immer besser voran. Die Fahrt nach oben nutzten wir um einfach mal über Gott und die Welt zu reden und es einfach zu genießen On-the-Road zu sein. Ab Ingolstadt ungefähr merkte man schon deutlich, dass immer mehr und mehr Fahrzeuge mit W:O:A 2014 auf der Straße unterwegs waren. Die Strecke zog sich hin und es wurde nicht besser, dass wir in den fettesten Wolkenbruch ever kamen. Irgendwann gegen 3 Uhr früh waren wir dann auf einer Raststätten nach Hamburg wo gefühlt jeder der nach Wacken fährt anhält. Dort haben wir uns erst mal ein kleines Döschen aufgemacht und die Leute angeschaut die vorbei fuhren. Ein Highlight sicherlich das Helene Fischer Cover „Arbeitslos durch den Tag“. Dann gegen 4 Uhr kamen auch Markus, Kelly und Udo an und wir machten uns als Konvoi weiter auf den Weg. Kaum von der Autobahn unten merken wir wie krass das alles organisiert ist. Überall Posten die dich lotsen, Werbung an Hauswänden, komplette Dörfer geschmückt..einfach nur krass. Die Einweisung zum Platz ging dann auch schnell, aber wir wären dann neben so nem Müllcontainer gelandet. Dank Kelly und Markus fuhren wir weiter und sicherten uns direkt am Ende eines Sektors einen Platz und bauten schnell unsere Zelte + Pavilion auf. Puh..Sonne ist schon längst aufgegangen es war kurz nach sechs. Also Zeit fürs erste Bier. So gings dann ohne Schlaf und vier Bier weiter bis ca 10 Uhr wo mir dann der Stecker gezogen wurde. Nach einem kleinen Nickerchen gings wieder besser und wir verbrachten den üblichen Festival-Tag.
Die nächsten Tage waren einfach der Hammer. Coole Musik, freies Leben, pissen wo man will, machen was man will, den ganzen Tag saufen, einfach nur scheiß machen oder auch nur abhängen. Dazu hatten wir strahlenden Sonnenschein, fünf Tage lang. Eine knappe Woche in der man einfach von allem abschaltet. Meine persönlichen Highlights in Kurzform:
– Eurofight Wecker um 8:30 Uhr bei vollem Afterburner über der Zeltstadt
– Die Bierbong der Nachbarn
– Die verzweifelten Jungs die unsere Nachbarin immer wieder suchten, weil sie die Liebe ihre Lebens ist.
– Steel Panther
– Slayer aka der böse Weihnachtsmann
– Van Canto mit Nightwish Frontfrau und dem Grave Digger Cover Rebellion
– Der echte Weihnachtsmann mit Lederweste der uns Bier schenkte
– Die Macht des Looping Louie die es schafft selbst den ekligsten Schnaps zu vernichten
– Unsere lustigen Nazi-Nachbarn aus Franken mit denen wir das Wahrheitsspiel gespielt haben und der göttlichen Frage „Wie viele am Tisch denken von sich die intelligentesten hier zu sein?“ Und genau zwei Steine drin waren: Steffen und ich.
– Der Bus voller Rentner der uns im Dorf Wacken entgeistert angeschaut hat
– Die Boom-Box
– Das Gefühl völlig frei zu sein
Ich freu mich schon aufs nächste Jahr. Hundertprozentig bei Regen.
