05.07.2015: Newcastle – Innerleithen

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Nach einer ruhigen Nacht auf dem Schiff kamen wir dann auch bei schönstem Wetter und endlich angenehmen Temperaturen in Newcastle an. Voller Vorfreude starteten wir den Bus und nahmen Fahrt auf um von Nordengland nach Südschottland zu kommen.
Der erste Abschnitt durch Newcastle war erst dem Links-Fahren-Eingewöhnen gewidmet. Auf Autobahnen kein Problem, dann zeigte das Navi plötzlich scharf rechts..Ok. Über eine geniale Strecke gings dann nach Ridsdale und von dort zur Grenze. Natürlich blieben wir kurz am Aussichtspunkt stehen und blickten Richtung Schottland. Next Stop war Innerleithen. Berauscht durch die fast schon unwirkliche Landschaft (einfach beschrieben: so wie man sich Schottland vorstellt oder England aus einem Harry Potter Buch) kamen wir zur späten Mittagsstunde dort an und wie durch Zufall stolperten wir auch ins beste Café vor Ort. Dem „The No1 Café“. Cosy eingerichtet fühlten wir uns hier gleich wie zu Hause. Die Leute waren super nett und so wie wir es gewohnt waren servierten sie nur beste einheimische Zutaten. Laura war noch dazu im siebten Himmel, als es alles Glutenfrei gab. So gestärkt begaben wir uns zum 7-Stanes Parkplatz weiter südlich und überwanden unseren Schweinehund und zwangen uns zum Biken. Das Konzept 7-Stanes ist echt interessant. Hauptsächlich naturbelassene Wege, die aber vom normalen Trailfahrer zum Freerider wie auch den Downhiller ansprechen sollen. So führte der erste Uphill an den Jumps der Downhiller vorbei und hier verging es mir auch schon fast. Denn ein Schotte, der sich etwas beim Whip überschätzt hat schlug direkt vor mir ein und blieb fünf Meter später im Gebüsch hängen. Ich noch etwas perplex rann zu ihm hin, doch der Kollege stand nur auf, schaute sich um und suchte seine GoPro als ob nichts passiert wäre. Alles klar. Seine Buddies kamen auch bald hinzu und nachdem sie die Kamera gefunden hatten gings für sie weiter. Für uns dann auch. Der Uphill gestaltete sich nach der langen Anreise etwas zäh, aber die umliegende Landschaft und die Abwechslung im Uphill selber ließen es schnell vergessen und vergehen. So erreichten wir dann auch nach gut zwei Stunden den Gipfel und machten uns auf in den Downhill. Die Schotten verstehen es einfach geniale Trails runter zu legen. Die Wege wirkten echt naturbelassen, aber fest. Der Weg selber schlängelte sich immer mal wieder auf und ab den Hügel hinunter. Mal Geschwindigkeit aufnehmend, mal wieder abbremsend, aber nie so, dass man das Gefühl hat stehen zu bleiben. Zum Ende hin zeigte uns der Trail seine harte Seite und ich kam aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Was für ein Start. Noch völlig geflasht fuhren wir zum örtlichen Camping, bauten alles auf und genossen in bester Abendsonne den kühlen Wind.

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