Das Wetter war heute gemischt. Ein bisschen feucht, auch von oben, und leider zu viel um an echte Trails zu denken. Daher improvisierten wir kurzerhand und entschieden uns den „gefährlichen“ Pass Richtung Applecross mit dem Fahrrad auf der Straße zu machen. Wir hatten schon zwei Beschreibungen von dem Pass gelesen, beide in der Art, als ob es das fieseste Stück Straße auf Welt wäre. Natürlich weckte das mein Interesse. Wir parkten unten vor dem Pass und machten uns dann mit dem Bikes auf. Noch im leichten Nieselregen gings los, der sich aber „dank“ dem Wind bald verzog. Ich musste feststellen, dass die Beschreibungen über den Pass maßlos übertrieben waren, was demselbigen aber keinen Abbruch tat. Er lag einfach wunderschön eingebettet zwischen den Felsen und einmal die 700hm überwunden eröffnete sich einem ein kompletter anderer Blick auf die Landschaft dahinter. Bergab ließen wir es dann ordentlich rollen und kamen so nach ca. 2h unten in Applecross an, welches eines der besten Inns überhaupt haben soll. Also nichts wie rein.
Ohne Übertreibung. Ja, es ist eins der besten Inns, nein sogar das Beste, in dem ich jemals war. Urig schön eingerichtet machten wir es uns dort gemütlich und gönnten uns zur Vorspeise „a Pint of prawns“ und Haggis. Gefolgt wurde es von quasi Fish&Chips „Fresh battered Haddock served with chips, peas and our homemade tartar sauce“. Den Abschluss bildete für mich der Espresso der sich ordentlich schwer tat durch die Mengen an Essen durchzukommen. So nahmen wir langsam aber stetig den Rückweg (gleicher Weg zurück) in Angriff. Oben an der Passhöhe angekommen war die Bauchschmerzen fast vorbei und wir konnten gemütlich nach unten rollern. Hierbei entdeckten wir auch unsere Ausweiche für den heutigen Abend. Der Bus wurde kurz umgeparkt und im Anschluss genossen wir den Abend mit Planen und Nichtstun.
12.07.2015: Applecross
