13.07.2015: Torridon – Ullapool

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Heute folgte unerwarteterweise einer der besten Trailtage. Von Lochcarron gings kurz nach Norden. Hier fanden wir bei Coulags den Einstieg und folgten dem „never was gaining high so easy“ Weg nach oben. Arschlecken. Der Weg nach oben war ein ständiges Geschiebe. Es war einfach nichts weiter als ein blockiger schmaler Wanderweg der nach oben führte. Zudem wurde es in gewohnter Schottlandweise immer matschiger und sumpfiger. Ach ja…das Wetter war auch nicht so gut wie gedacht, so dass wir in den Talkessel nach hinten mitten in die Wolke schoben und es leicht anfing zu regnen…Sagte ich nicht einer der besten Trailtage…Jep…irritierenderweise macht die Summe genau das aus. Es ist nicht leicht und man muss seine Komfortzone verlassen, aber verrückt wie es klingt…es macht Spaß. So kämpften Laura und ich uns Stück um Stück nach oben bis wir dann an einem uns namenlosen Talübergang standen. Die Wolken verstanden langsam und der Weg machte auf nach unten. Zunächst war der Trail sehr sehr blockig. Kein wunder, wir fuhren quasi ein Bachbett runter, welches auch entsprechend mit Wasser gefüllt war. Der Trail wechselte aber immer wieder von trocken zu naß, von Flow zu technisch. Einfach genial. In der Ebene konnten wir uns dann kurz erholen, bis es dann ins Finale ging. So was bin ich bis dato nicht gefahren. Auf echtem Felsen (nicht Schotter oder Blöcken, sondern Platten) gings quasi in einem durch. Der Weg wurde immer blockiger und technischer, aber es lief. Völlig im Flow zirkelte ich nach unten und konnte es kaum fassen. Leider verging es wie immer viel zu schnell und so waren wir (nach einem kurzen Bahnübergang im Nirgendwo) wieder auf der Straße, gedanklich aber immer noch bei der Abfahrt…Was vielleicht gar nicht so schlecht war, dann der Rückweg auf der Straße zog sich, aber wir erreichten glücklich Fuchur und genossen die nun vom strahlend blauen Himmel runter scheinende Sonne. Boah…Hammertour. Geschafft fuhren wir zurück nach Lochcarron wo wir uns noch einmal Fish&Chips gönnten bevor es weiter ging nach Ullapool. Unserem nächsten Ziel.

Die Strecke nach oben zog sich zwar etwas, aber wir kamen gut durch und es blieb ja lange hell. So kamen wir dann später am Abend in Ullapool an und steuerten direkt auf den Camping von Ardmair zu. Direkt wieder in erster Reihe bekamen wir den Platz, gingen runter zum Meer und blickten noch verträumt in die Ferne.

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