Tja…Wacken. Second time.
Es war anders. Anders als das erste mal. Zum einen klar von den Leuten. Nachdem es beim ersten mal Steffen, Markus, Kelly und Udo waren, waren es dieses mal Matthias, Nils und Alex. Alleine schon die Anreise und die Logistik waren anderes. Ich verstand endlich, warum es für Steffen so stressig war. Ich besorgte dieses mal Bier, BoomBox, Vorzelt und etwaige andere Sachen. Nils hingegeben das Essen und vor allem das wichtigste, vielleicht sogar der Hauptunterschied: das Wohnmobil. Da Matthias direkt aus Basel zum Hamburger Flughafen kam und gleich am Sonntag nach Wacken weiter flog nach Singapur musste ich auch noch bei ihm vorbei um Grill und seinen Business-Koffer zu holen. So fuhr ich dann am Dienstag, ähnlich wie beim ersten mal, direkt nach der Arbeit hoch nach Hannover zu Nils. Dort traf ich mich mit ihm in seiner Firma und wir luden erst mal alles ins WoMo. Yeah. Nach über 6h Fahrt freute ich mich richtig aufs Bier. Als wir dann Matthias am Flughafen einluden, hatte ich entsprechend schon drei drin. So gings weiter nach Wacken. Bei der Ausfahrt war es dann ganz komisch…Ich erinnerte mich, dass letztes mal alles ausgeschildert war, aber dieses mal fuhren wir gefühlt einen Umweg und fanden dann auch noch nicht den richtigen Campingplatz. Merke..Stellfläche Y ist nur für reservierte WoMos. Während wir dann im Stau standen für „V“ kochte Matthias brav hinten die Würstchen und versorgte uns damit. Als wir dann vom Weg abfuhren die böse Überraschung. Das Wetter war dieses mal leider nicht so gut vorher gesagt und die Tage davor hat es ordentlich geregnet. So stark (30l/m^2), dass der Boden butterweich war. Kaum das wir mit dem Womo in der Wiese waren sanken wir ein und blieben stecken. Zum Glück halfen uns ein paar Jungs mit Spaten und Brettern aus. Da sich aber von meinen Kumpels keiner traute das Womo im Matsch zu fahren musste ich nach fünf Bier ran. Gemeinsam kamen wir dann ins Rollen und ich rollte einfach durch bis zu unserem Stellplatz. Einzig die Innenverkleidung hat ein paar Matschspritzer abgekommen, aber sonst blieb alles heil. Es gab zwar kurz Anschiss vom Platzwart, weil ich nicht stehen geblieben bin um ihm die Karten zu zeigen, aber er verstand dann doch schließlich, dass wir einfach froh waren wieder zu rollen und nicht stehen bleiben durften. Wir bauten dann schnell Markise und Vorzelt auf und dann begann die Erholung.
Die nächsten beiden Tage waren dann echt grob. Es regnete zeitweise die Nacht durch und stellenweise immer auch wieder tagsüber. Dazu wehte ein heftiger Wind. Unsere Konstruktionen hielten zum Glück. Einzig das Vorzelt musste ab und zu neu abgespannt werden. Wir lernten wieder lässige Leute kennen, vor allem die Thüringer die quasi wie Barbaren neben uns hausten und in ihre 5l Fässer neben dem Zelt rein schifften. Persönliche Highlights waren auch die überfüllten Dixies (dank dem Schlamm konnte kein Service-Fahrzeug fahren) und damit verbunden unser Womo mit Dusche und Klo (Danke an Matthias der hier den Behälter mal geleert hat und raus gefunden hat, wann das Ventil wirklich zu ist). Herr Gott war ich froh drum. Im warmen und trocken schlafen. Aufs Klo gehen wann man will…duschen, wenn mans braucht und einfach auch im trockenen sitzen während man zuschaut wie es den anderen die Zelt weg bläst. Auch unsere Outfits waren hervorragend. Matthias baute sich hüfthohe Schuhe aus Müllsäcken, ich tapte die Hose an meine Gummistiefel und Nils biss die Zähne zusammen und ging mit Müllsäcken in seinen Docs nach vorne….Yeah Wacken.
Nicht zu vergessen war auch insgesamt der Schlamm. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Schlamm gesehen. Und wir hatten hinten noch Glück. Zwar war der Weg bis nach vorne immer sehr anstrengend durch den Schlamm, aber je weiter man nach vorne kam, desto tiefer wurde dieser und die Autos links und rechts mussten am Ende mit dem Bulldog rausgezogen werden. Wir hingen konnten noch normal raus. Auch die Schuhfriedhöfe waren genial.
Später wurde des dann endlich besser vom Wetter und alles begann dann zu trocknen. Auch die Stimmung wurde ausgelassener und es nun so richtig geil draußen abzuhängen, zu grillen und zu saufen.
Was bleibt sonst noch zu sagen. Mega Stimmung trotz den echt widrigen Umständen. Viele nette Leute, endlich mal wieder geerdet…Man besinnt sich aufs Wesentliche (essen, schlafen, saufen)….Gute Musik. Ergo….die Karten fürs nächste Jahr sind wieder vorhanden!!!
