Heute hab ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt. Draußen schlafen.
Nach der Arbeit am Donnerstag gings wie schon fast üblich in die Jachenau. Mein Rucksack war gepackt. Ich hab alles dabei. Isomatte, Schlafsack, Kocher, Essen, Bikezeug. Vom Parkplatz in der Jachenau fuhr ich diesmal den etwas besseren Weg als damals mit Frank hoch zur Kotalm. Hier schulterte ich mein Bike und quasi mit den letzten Sonnenstrahlen kam ich aus dem Wald oben raus. Der Weg kam mir diesmal echt lang vor mit dem Zusatz-Gepäck. Der letzte Aufschwung zum Kreuz kostete nur noch wenig Kraft und dann war ich oben. Bei bestem Wetter und (noch) angenehmen Föhn baute ich mein Lager direkt unter Kreuz auf und gönnte mir mein Abendessen. Dabei schweifte mein Blick von der Zugspitze rüber über den Walchensee zum Herzogstand, Jochberg, Rabenkopf, Starnbergersee, Brauneck, Lenggries, Leonhardstein, Blauberge, Karwendel….Was für ein Blick. Ich konnte gar nicht mehr los lassen uns sog alles in mich hinein. Müde war ich nicht, aber irgendwann ging ich dann doch in den Schlafsack und schaute dem Mond dabei zu wie er über dem Gipfelkreuz aufging.
Nachts wars mir dann irgendwann so warm, dass ich den Schlafsack aufmachen musste und eher schlecht als Recht geschlafen habe. Plötzlich war aber dann das hellere Licht der aufgehenden Sonne an den Bergen zu sehn und ich sprang aus dem Schlafsack und schaute dem Schauspiel still zu. Einzig mein Kocher für den Kaffee war zu hören. Mit der Zeit packte ich langsam zusammen und als dann die ersten Strahlen über den Bergen hervor kamen verflog so langsam der Zauber. Das Licht wurde härter und ich brach langsam auf zum Downhill. Ich hatte ihn noch als schwer im Kopf, aber speziell nach einer kurzen Nacht und gleich als Einstieg ist er echt hart. So kämpfte ich mich teils schiebend nach unten und war aber von dem Erlebnis immer noch so geflasht, dass mir das alles gar nichts ausmachte. Völlig entspannt belud ich den Bus, fuhr zum Mäcci wo ich mir einen Orangensaft und einen weiteren Kaffee gönnte, bevor ich dann nach Hause fuhr um mich zu duschen und in die Arbeit zu fahren.
