Für heute hatten wir die Sarganser Frühlingstour aus der letzten Ride auf dem Plan. Diese sah so geil aus, dass wir sie unbedingt probieren müssen. Dazu parkten wir den Bus am Bahnhof Sargans und starteten los. Über flache Wege gehts zunächst zum Rhein-Damm und von hier dann weiter Richtung Lichtenstein. Tatsächlich überquert man auch die Grenze und so waren wir kurzzeitig mit den Bikes in Lichtenstein. Von hier zieht der Weg dann mittel-steil hoch. Zum Glück im Wald, da der Tag schon wieder brutal heiß war. Der Weg zur Regitzer Spitze zog sich zwar etwas, war aber gut fahrbar. Gegen Ende mussten wir das Bike dann schultern und knapp 200Hm hoch tragen. Aber der Ausblick von da oben war einfach genial. Direkt über Sargans bricht der Fels nach unten ab und man blickt auf das Rheintal runter. Im Bericht steht wie die typische Spielzeuglandschaft liegt die Schweiz unter einem und das ist auch echt wahr. Wir machten hier Pause und genossen den genialen Weitblick. Runter gings zunächst über den Forstweg bzw. bald danach dann über eine Wiese zum eigentlich Trail. Von hier gehts auch gleich zur Sache. Der Weg wird steil, aber nie ausgesetzt oder rutschig. So zieht sich dann eine Spitzkehre nach der anderen runter, auch hier Prädikat wertvoll. Ein echt geiler Trail. Laura hat zwar gut zu kämpfen, kommt aber sehr gut voran. Weiter unten wird der Trial dann flüssiger und spaßiger. In Fläsch dann die große Frage. Es windet heute brutal und Laura hat demzufolge stark mit der Pollenallergie zu kämpfen. Weiter oder sein lassen? Wir entschließen uns für weiter.
In Bad Ragaz machen wir kurz am Bahnhof Pause und versorgen uns mit den nötige Snacks bevor es dann über die Straße hoch geht zum Pizalun. Es ist zwar der längere Anstieg, aber die Straße ist echt zäh. Bis Pfäfers gings ja noch ganz gut und auch bis zur Abzweigung nach St. Margrehtenberg, aber was danach kam, darauf waren wir nicht vorbereitet. Die Straße zog echt steil nach oben und das richtig lang. Ich gings viel zu schnell an, was sich dann auch gegen Ende rächte. Hier musste ich echt die letzten Kraftreserven auspacken. Total platt kam ich dann in St. Margrehtenberg an und musste mich erst mal hin setzen. Ich wartete auf Laura und auch sie sah oben dann echt übel aus. Das letzte Stück hat ihr sozusagen den Stecker gezogen. Wir überlegten auch nach Alternativen für die Abfahrt, aber es gab keine wirkliche. Also hieß es Zähne zam. So nahmen wir die letzten 200hm in Angriff. Zum Glück gingen die teilweise nur schiebend, was echt eine Erholung war. Wie erreichten dann doch noch den Pizalun und kletterten per Leiter auf die Plattform. Von hier oben dann erneut ein Wahnsinns-Blick runter ins Rheintal. Mehr kann man echt nicht sagen. Da es immer noch ordentlich windete packten wir schnell zam und gingen runter zu den Bikes. Dort machten wir noch etwas Pause. Der Trail danach war dann erneut erste Sahne. Einfach nur ein Trail zum Spaß haben. Laura kämpfte zwar teilweise, aber selbst im total fertige Zustand konnte man den Trail genießen. Nach unten raus wurde er immer flowiger und ich flog quasi nach unten. Der Trail..kommt aber mit Sicherheit auf den Top 3 Flow-Trails ever. Wieder…viel viel zu schnell waren wir dann unten in Landquart und auch bald schon am Bahnhof. Ich versorgte uns mit Karten und mich mit Bier bevor es dann zum Bahnsteig ging. Quasi just in time, denn in 7 Minuten kam dann schon der Zug Richtung Sargans. Kurz rein, 15 Minuten Fahrt. Schon war die Sarganser Frühlingstour vorbei. Jungs…alle Achtung. Schönes Ding was ihr da raus gesucht habts.
Danach gings nach einem Mäcci Besuch in nicht mal 3h wieder zurück nach München. Schweiz…we’ll see us again.
