04.06.2018: Nusfjord

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Über Nacht gab es einen echten Kälteeinbruch und als wir morgens aufwachten staunten wir nicht schlecht als die Felswand gegenüber angezuckert war. Das brachte die gesamte Urlaubssituation etwas ins Schwanken. Ui ui ui. Wie solls weiter gehen? Wollen wir bei den Temperaturen und auch der Aussicht für die nächsten Tage mit Regen und Sturm wirklich hier bleiben? Wir zweifelten stark. Um uns Zeit zum Nachdenken  zu geben gingen wir wieder ins Lysstøperi und überlegten lange. Wir studierten Wetterkarten, suchten nach Ausweichmöglichkeiten und hörten immer in uns rein um heraus zu finden was wir eigentlich wollen. Das ganze ging natürlich besser mit einer Zimtschnecke und Kaffee. Wir überlegten ob Västervik eine Alternative wäre. Dort war es warm und trocken. Laura konnte Kiten, wir konnten auch Bouldern. Nach einem kleinen Spaziergang entschieden wir uns für die Lofoten. Wir wollten die Natur hier erleben, nicht wo anders. Daher beschlossen wir auch das beste aus der Situation zu machen. Auf dem Rückweg nach Flakstad holten wir noch kurz Lauras Kite-Zeug am Container ab (wo wir es vor ein paar Tagen aus Platzmangel gelassen hatten). Wir redeten noch kurz mit dem Kayak-Lehrer dort, der sich auch nur beschwerte über das Wetter. Wenigstens sind wir nicht so pussy-haft, dass nur wir uns beschweren sondern auch die Einheimischen.
Wie gesagt, wir wollten das beste aus der Situation machen, so gelang es uns noch die Sauna am Nusfjord, die wir letztes Mal schon gesehn hatten, zu buchen. Perfekt. So gings nach Kari weiter zum Nusfjord. Dieses kleine Dorf ist immer wieder beeindruckend und wir kamen hier langsam dann zur Ruhe. Die Sauna und der Hottub waren super cool, genauso wie die umgebauten Rorbuer Hütten, die uns als Dusche und Umkleide dienten. Nachdem wir uns hier entspannt hatten (aufgewärmt so lala, da der Hottub noch nicht perfekt temperiert war) gings nach drinnen ins Restaurant Karoline in dem wir uns ein super gutes Abendessen schmecken ließen. Aus dem alten Haus heraus mit den hohen Fenstern und Decken war das alles eine sehr eigene Stimmung, die wir voll genossen. Auch wenn wir uns kurzzeitig überlegten eine kleine Hütte hier zu mieten entschieden wir uns dann doch dagegen und fuhren nach dem Essen kurz etwas raus und verbrachten die Nacht im Bus am Sotrvatnet.