05.06.2018: Ballstad

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Heute war ein entscheidender Tag. Nachdem wir gestern uns zwar vorläufig dazu entschieden haben hier zu bleiben wurde es heute definitiv so. Also machten wir einfach weiter. Ich stand in der Früh auf und zog bei arschkalten Temperaturen meine Laufkleidung an. Laura und ich verabredeten uns am Parkplatz bei Kilan zu treffen. Am Parkplatz lud mich Laura auf und wir fuhren zum Einstieg vom Kitespot. Laura wollte es heute wissen und der Wind war super. Also zog ich mich schnell um, frühstückte während sie sich bereit machte. Danach gings vor zum Strand. Laura baute ihr KiteZeug auf, ich meine Fotoausrüstung. Vom Licht her gings und so schaffte ich es auch ein paar richtig schöne Fotos zu machen. Irgendwann näherte sich die nächste Schlechtwetterfront und ihr schafften es gerade so noch raus bevor ich komplett naß wurden. Völlig glücklich über so viel Erlebnis planten wir weiter. Da die nächsten Tage etwas kalt blieben buchten wir eine Rorbuer in Ballstad. Dort machten wir es uns super gemütlich und genossen die Wärme von vier Wänden. Perfekt wurde es als wir uns dann auch noch vorm Kaminfeuer den Boulderworld Cup anschauten und so die Zeit verbrachten. Mich ließ allerdings ein Gedanke nicht los. Den Arctic Triple fand ich super. Genau so wie ich mir einen Lauf vorstelle. Allerdings trainierte ich ja für den Karwendelmarsch. Dieser war von einer anderen Liga…und das negativ gemeint. Breite Forstwege, viele Leute. Eigentlich überhaupt nicht das was ich suchte. Daher suchte ich etwas weiter und stieß durch Zufall in Schottland auf den Salomon Skyrace und von den Daten passte er perfekt. Genau die erste Woche in Fort Kinnlochleven. Ich versuchte für die kürzere Strecke (da auch mehr Höhenmeter) einen Platz zu bekommen, aber leider was alles ausgebucht. Also buchte ich einfach für die nächste Kategorie und schluckte schwer. Das war der Ben Nevis Ultra. 52km und 3700Hm. Definitiv eine andere Liga. Andererseits dachte ich mir, wenn ich jetzt nach einem Monat Training schon die Hälfte davon schaffe…dann sollte es doch gehen. Ich blieb unentschlossen.