15.06.2018: Unstad

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Wie erwartet. Der Sturm war krass. Selbst unser Bus wurde richtig durchgeschüttelt wenn ihn eine Windböe traf und wir dabei aus dem Schlaf gerissen. So langsam verstehe ich warum man hier oben an Schlafmangel leidet. Etwas gerädert wachten wir auf und ich schaute gleich rüber zu den Zelten. Diese waren alle abgebaut und die Studenten wahrscheinlich nach drinnen geflohen. Gute Entscheidung. Nach dem Frühstück hingen wir noch ewtas rum. Heute war kein Tag zum raus gehen sondern einfach nur zum chillen. Dennoch wagten wir es einen kleinen Spaziergang zum Strand zu machen. Der Wind kam von hinten und drückte uns brachial nach vorne. Kurz vor dem Strand erwischte uns dann eine Böe so heftig, dass wir fast von den Beinen gehoben wurden und so viel Fahrt aufnahmen, dass uns nichts anderes übrig blieb als uns in die Wiese zu werfen. Mich schleuderte es dabei ordentlich rum und neben einigen blauen Flecken und einem kleinen Riss in der Jacke blieb ich zum Glück unverletzt. Drecks Wind. Wir robbten fast weiter bis zum Strand und das war mal echt krass wie es hier rüber zog. Die Böen waren überaus beeindruckend. Zurück mussten wir uns voll gegen den Wind werfen und bei den Böen half nur voll in die Knie gehen bzw. fast hin legen.
So gebeutelt verzogen wir uns erst mal rein ins Cafe und wärmten uns bei einer Zimtschnecke und Kaffee auf. Unstad hat ja die schöne tief gezogene Fensterfront, diese war für das heutige Wetter echt unpraktisch. Es schepperte und krachte beängstigend. Aber zum Glück hielt alles. Einige der anderen Häuser draußen sahen weniger gut aus. Echt bitter. Wir beschlossen quasi nicht mehr aus dem Kaffee zu gehen und vertieften uns in die Bus Planung. Die Idee war evtl. doch eine Art California Layout zu machen, also mit der Bank quer. Ich recherchierte dabei nach zig Beschlägen und sammelte mögliche Lösungen. Wir gönnten uns dann später noch den Burger im Restaurant und als Highlight sahen wir uns dann die erste Halbzeit Portugal – Spanien auf der Leinwand an. Die Leute waren dann auch so nett und machten uns Popcorn. Trotz dem vielen Essen und dem Alkohol half es nichts. Der Sturm fegte weiterhin über das Land und der Bus wurde weiterhin durchgeschüttelt..und wir mitten drin.