Wie gesagt. Das Pickerl durfte nicht umsonst sein. Zum Glück passte endlich mal das Wetter und wir fuhren Freitag Abend nach der Arbeit Richtung Tessin. Fünf Stunden später waren wir auch an unserem heiß geliebten Campingplatz in Faido angekommen. Nach einer kalten Nacht dann das Boah-Erlebnis in der Früh, wenn die Sonne über die Gipfel kommt und das Tal in warmes Licht taucht. Kaum ein Kaffee schmeckt so besser. Anschließend gings hoch nach Chironico. Die Sektoren Centrale und Co waren das Ziel. Wir wärmten uns am üblichen Block am Wegesrand auf und ich musste etwas erschreckt feststellen, dass es um 11 Uhr Vormittags schon fast zu warm war. Weiter gings Richtung „Lemon Tree“, den ich zwar versuchte, aber zu zweit hats fast keinen Dau, weil Absichern/Spotten ist echt schwierig. Zum Glück kamen paar Jungs aus dem Schwabenländle daher und so konnte ich die Sequenz unten für mich erarbeiten. Danach gings weiter zu „Number One“ und dem Sloper Block dahinter. Zum Abschluss dann zu „Kill Bill“. Etwas gefrustet, da ich es mir doch besser erwartet habe, habe ich dann den Tag Tag sein lassen und hab mich zum Bier durchgerungen. Damn, dass einen das immer so runter zieht. Bouldern ist halt doch Kopfsache. Zum Abendessen gings nach Faido, aber die Pizza dort war jetzt nicht der Hit. Sie hat mir nur unendlichen Durst in der Nacht beschert.
Am Sonntag gings dann wieder hoch ins Centrale Gebiet, aber dann doch scharf rechts in den Sektor „Monolith“. Dieser war komplett neu für uns und obwohl ein Tick blockiger haben wir dort schöne Boulder gesehn und uns dort die Finger lang gezogen. Der Vorteil von dem Sektor ist, dass er schattiger ist…Muss man sich also merken. Danach feuerte ich paar Versuche in Kill Bill durch, ohne dass ein schöner dabei war. Fertig und etwas zufriedener gings dann nach einem kleinen Snach in der Sonne am Bus zurück nach München.
Man muss es nur manchmal schaffen den Kopf auszuschalten, dann hätte man eindeutig mehr Spaß. Aber die Saison ist ja noch lang!
