07.08.2021: Schildenstein

unbenannt-5376

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Es war schon etwas länger geplant und tatsächlich schien es so als ob auch das Wetter mitspielte. Plan war nämlich mit Frank und Bernd (und Frank, seinem Schwager) biken zu gehen. Ziel war dieses mal der Schildenstein. Frank hatte ihn dieses Jahr schon zweimal gemacht, ich kannte ihn ja schon und für die anderen war er neu. So trafen wir uns am Samstag um 9Uhr am Wanderparkplatz Schwarztenn Alm. Naja, so ca. 9Uhr, denn es war mal wieder Stau auf der A8. Nachdem wir uns herzlich begrüßt hatten und so ein wenig unsere neuen Bikes (zumindest das vom Bernd und Frank) angeschaut hatten gings los. Zunächst galt es Strecke zu fahren. Es ging eben vom Parkplatz bis über den Achenpass rein nach Österreich. In der Zeit hatten wir dann Gelegenheit über alles mögliche zu quatschen. Corona war ein Thema aber auch die strengeren Regeln fürs MTB. Schon irre was alles zur Zeit nur durch Verbote versucht wird zu regeln. Schon im Uphill merkte ich “oh oh” das geht nicht gut heute. Ich war halt echt unfit. Ich kam zwar hoch, aber mir fehlte echt der Bums und auch die Ausdauer. Ich schnaufte wie verrückt und musste auch öfters Pause machen. Kein Vergleich zu den Jahren wo ich das einfach so hoch gefahren war. Damals war es auch anstrengend, aber irgendwie anders. Wie gesagt, so blieb mehr Zeit zum quatschen oder zu hören (da ich nicht immer genug Luft zum quatschen hatte). Irgendwann kamen wir dann doch oben auf der Blauberghütte an und gönnten uns eine lange Pause. Die war auch nötig. Ich aß Kuchen und trank Bier, die anderen stärkten sich ebenfalls. Frank wollte für die Abfahrt eine andere Variante nehmen und zwar nicht über den Predigtstuhl sondern den Wanderweg quer daneben. Dazu musste wir das erste Stück von der Alm runter fahren und so aus dem kalten kommend und ordentlich Körner gelassen passierte es dann leider auch. Bernd machte einen Abflug und kam genau in der Kuhscheiße auf. So ein Mist. Das Gelächter war natürlich da und die blöden Sprüche sowieso. Zum Glück nix weiter passiert und es war auch bald eine Quelle zum waschen da. Die Wanderer die uns entgegen kamen machten schon ihre blöden Sprüche (der Weg ist dafür nicht geeignet) usw. aber das ignorierten wir. Als wir kurz vorm Schildenstein waren erwischte es Bernd erneut. Durchstich bzw. Snake Bite. Trotz Dichtmilch und Salami war nix zu holen. Ein Schlauch musste rein. Also Rad ab, Reifen ab, Schlauch rein, aufpumpen. Bernd hat geschwitzt, das tat mir dann echt Leid, aber witzig wars schon irgendwie. So erreichten wir dann doch noch den Schildenstein bzw. den Übergang Richtung Tegernsee. Der Trail war oben echt nochmal ausgewaschener als die Jahre zuvor. Frank fuhr souverän vorne weg, Bernd folgte, teilweise sehr wacklig, bei mir lief es echt gut, Frank dann hinterher. Der Trail wird ja nach unten hin immer besser, so dass auch die Jungs besser rein kamen und wir einen Zahn zulegten. Der Trail ist und bleibt einer meiner Top 3 Trails hier bei uns. Es macht echt mega viel Spaß. Selbst an so einem Samstag in den Ferien konnte man ihn gut fahren und bis auf ein echt blöde Begnung mit zwei Wanderern die uns gleich beschimpft haben und sich aufgeführt hätten als ob sonst was passiert sei und immer wieder den DAV ins Spiel brachten (Nein, der DAV ist ein Verein und kein Gesetzgeber!) war der Rest der Begegnungen echt cool. Wir lachten auch mit einigen Wanderern und machten Witze, hatten Respekt voreinander und zeigten das auch. So muss das sein. Zum Ende hin ist der Trail dann leider immer wieder zu schnell vorbei. Was nen cooler Ausritt. Danke euch!
Am Bus zurück wurden alle dann mit Bier versorgt. So lässt es sich aushalten. Ich machte mich danach auf zu meiner Mutter, wo ich ein kurzes heftiges Gewitter abwartete, was den Abendplan dann wenigstens final machte. Ich wollte mich nämlich noch mit Stefan, Jan und Matthias treffen, im Biergarten, was definitv nix wurde. Zum Glück bot Matthias an bei ihm zu grillen, so dass wir uns dann alle dort trafen. Das war definitv auch wieder eine lustige Zusammenkunft. Wir hatten uns alle sicher über ein Jahr nicht mehr gesehn, einmal einen Video-Call gehabt, mehr nicht. So hatten wir viel zu erzählen, quasi wie früher. Auch wieder etwas…was extrem gut getan hat. Solche Abende vermisse ich schon. Da ich genügend getrunken hatte übernachtete ich im Bus und fuhr Sonntag durch einen Monsterstau wieder zurück nach München.