Wir konnten es kaum glauben. Auch dieses Wochenende war perfekt vorhergesagt im Magic. Drei Tage Sonnenschein und fast sommerliche Temperaturen. Zwar fast ein wenig warm, aber der Wald schützt sich ja zum Glück. Also wie immer Freitag Abend los.
Am Samstag konnte Laura endlich ihre erste 6C (Jenny) kletter und das gleich am Anfang. Was für ein Erfolg. Ich suchte mir endlich härtere Sachen zum bouldern und biss mir die Zähne am Goldfisch aus. So verging der Tag auch schnell und auf dem Rückweg wurden wir durch helles Mädchen-Gekreische aufgeschreckt. Was war da los? An der Brücke rüber dann die Erleuchtung. Mitch, Simon und Nena waren gerade am Abend besser gesagt nur die Jungs. Daher das Kreischen, was bei ca. 5°C kalten Wasser eigentlich nicht verständlich ist. So verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend zusammen.
Am nächsten morgen gingen wir dann gemeinsam bouldern. Unser erstes Ziel war Morgenlatte, die Simon schon gestern gemacht hat (die lange 7C Variante) und Mitch und ich uns an der „normalen“ noch zu schaffen machten und diese ebenfalls schnell hatten. Laura war dann auch nicht untätig und nahm sich gleich Seven of Nine mit. Beharrlichkeit zahlt sich halt aus. So auch bei mir, nachdem ich erfolglos Calanda Bräu probierte. Ich widmete mich dann dem letzten Kühlschrank (Linserboulder) und schleppte ihn nach Hause. Zum Schluss probierten Mitch und ich noch Dropzone aus, doch ohne Erfolg. Dabei langweilte sich Simon so sehr, dass er Höhenrausch nochmal klettern wollte und dabei einen Abflug an den Schlussleisten aller erster Güte hinlegte. Alter Schwede, direkt neben den Pads gelandet…Zum Glück ist nix passiert. Mitch hatte leider weniger Glück. Ihn plagte der Bluterguss im Wadl so stark, dass wir entschlossen lieber ins Krankenhaus zu fahren. So packten sich die drei (Simon, Nena, Mitch) zam und fuhren nach Chur. Um Mitternacht dann die gute Nachricht, dass es nichts ernstes sei und mit Schmerzmitteln und ruhig stellen konnte er auch die Nacht zumindest schlafen.
Am Montag dann brachen die drei dann auch bald nach Hause auf während Laura und ich erneut den Wald aufsuchten…den einsamen Wald, denn bis auf vielleicht drei weitere Gruppen war keiner weiter und breit. So probierte sich Laura an ihrem Ewigkeitsprojekt, der Nr. 93, die sie im dritten Go dann auch klettern konnten. Ein Kapitel geht zu Ende…und das mit Happy End. Überglücklich zogen wir dann zum fetten Schweinchen, welches sich ebenfalls dar niederlegte und „geschlachtet“ wurde. Laura goes Berserk. Ich wollte mal was anderes klettern und ging hoch zum Kamel und holt mir Big Cheese. Die Kameltrophy wollte heute noch nicht so recht. Dabei konnten wir uns auch noch Daniel Woods anschauen wie er sich am Sitzstart von Muttertag zu schaffen machte (Welches er auch noch später am Tag kletterte). Als Abschluss suchte ich mir die Verbotene Frucht aus, die zuerst gar nicht lief. Dann die Idee, warum den Fuß stellen, wenn man auch hooken kann. Gesagt getan und zack war ich oben..Geil. Was für ein Abschluss. Mit dem Gefühl, den Wald mit weniger Projekten verlassen zu haben gingen wir zurück und quälten uns fünf Stunden lang durch den Stau zurück nach München, aber auch das konnte uns nicht die Stimmung vermiesen.
