22.01.2023: Kampenwand

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Ja…genau..es ist der Tag nach dem chinesischen Neujahr und ja, ich bin auf Skitour unterwegs. Nicht, dass ich mich sonderlich top fühle, aber was sein muss sein. Wenn der Schnee schon fällt muss man des ausnutzen. So nutzten wir den Neuschnee und fuhren Richtung Kampenwand. Der Parkplatz war schon gut gefüllt, aber wir hatten ja keinen Streß. Es ging langsam über den die normale Aufstiegsrouten hoch. Bei den Leuten die uns entgegen kamen tat es endlich wieder gut zu sehen, dass es auch normale Skifahrer gibt und nicht nur Irre wie in Engelberg. Die Leute fuhren teilweise richtig schlecht. Sehr schön. Der Schnee war zwar ok, aber dadurch, dass er auf keiner Grundlage gefallen war schoben ihn die Runterkommend schon ordentlich weg und es waren einfach auch viele Stelle offen. Der Weg hoch war schon wie immer zach und als wir kurz vor der Gorialm die Rettungskräfte mit dem Akia entgegen kamen sahen wurde ich automatisch vorsichtiger. Es war auch eine wilde Mischung. Schlittenfahrer, Wanderer, Skitourengeher. An der Gorialm entschieden wir uns dann dafür den „rechten Weg“ hoch zu gehen. Über einen steilen Hang gingen wir bis zu Forststraße hoch und dann über den Rücken weiter am Hirschenstein vorbei bis zur Bergstation Roßleitnhütte und dann weiter zum Andachtskreuz. Die Stimmung war phänomenal. Tiefhängende Wolken, weißer Pulvertraum, einfach Winter. Herrlich. Am Kreuz zogen wir uns schnell um (mal wieder ohne Sicht) und der Nachteil am Wetter war, dass wir jetzt weniger sahen. Über den Rücken fuhren wir vorsichtig runter, ein paar Kratzer mussten sein. Danach waren es aber geile Pulverhänge und die Schwünge vom Feinsten. Das Lachen war wieder zurück. Die Forststraße forderte wieder ein paar Kratzer und der letzte Hang zur Gori war wieder top. Zwar nicht so schön, aber noch gut. Die Gori lag voll im Nebel und wir rieten nur, wo es in etwa lang ging. Endlich trafen wir auf die eingefahrene Piste und über den Ziehweg waren wir auf der normalen Abfahrt wieder. Diese kostete Kraft und Vorsicht. Echt, jeder Schwung gefühlt endete auf Steinen. Wir tasteten uns vorsichtig runter und weiter unten rutschte ich sogar auf dem Kopfsteinpflaster aus. Also der Rest der Abfahrt nicht der Rede Wert. Ja, ein Erlebnis, aber eher neutral zu sehen. Dennoch tat es so gut wieder draußen zu sein, die frische Luft zu atmen, die vielen Eindrücke wahrzunehmen und die Natur zu genießen.
Am Ende ärgerten wir uns noch kurz über die Kampenwand Bahn, die nicht mal Toiletten offen hatte, fürs Parken aber Geld sehen wollte und dann auch noch die EC Abbuchung machte, aber das Ticket nicht entwertete. Danke Fehlermeldung. Ein neues Todo auf der Liste. Wurst, der Tag wars wert.

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