Dieses Wochenende planten Peter und ich ein paar Tage zusammen was zu machen. Unter der Woche ist in den Zentralalpen gut Schnee gefallen wobei zum Glück aber der Norden noch außen vor blieb. Wettervorhersage sah gut aus und so entschieden wir uns nicht ewig weit zu fahren sondern gleich in der Nähe zu bleiben. Ich wechselte noch Donnerstag Früh schnell auf die Winterreifen und so gings los. Erste Station war Reutte bzw. das Klettergebiet Gsperr. Eigentlich nett gelegen…ja äh eigentlich..es war halt klettern ;-)
Na Schmarrn. Hat schon echt Spaß gemacht wieder am Seil zu hängen. Anfangs probierten wir ein paar 5er und leichte 6er. Die Routen waren aber sehr kurz (10m) und daher auch sehr komisch irgendwie. Ich glaub man sag inhomogen dazu. Wir wanderten daraufhin die Wand hoch und bei den 20m Routen fings dann an Spaß zu machen. Den Abend verbrachten wir dann idyllisch neben dem Gipswerk.
Am Samstag stand dann der Klettersteig auf die Köllenspitze bei Nesselwängle auf dem Plan. So gings nach einem Frühstück bald los. Erst rüber über den Gaichtpass nach Nesselwängle. Vom Parkplatz aus gings dann ca. 2,5h hoch. Wir wären eigentlich schneller gewesen, aber die Westseite des Gimpels sah so gut aus, dass wir und die noch anschauen wollten. Dann gings wieder komplett rüber zum Einstieg. Dieser war nach etwas Suchen dann auch gefunden. Puh. Da ich die Beschreibung des Klettersteigs gelesen hatte, hatte ich zum Glück die Kletterschuhe dabei. Also Ausrüstung angelegt und los gings und ich muss sagen: Alter Schwede. Die ersten Meter ziehen doch ganz ordentlich und ich war froh die Kletterschuhe angehabt zu haben. Peter kam auch gut zurecht und so kamen wir schnell voran. Generell ist aber zu sagen, der Klettersteig will was. Wir haben eigentlich durchgehend das Stahlseil benutzt um uns hoch zu wuchten. Einige Passagen ließen auch nix anderes zu. Nach 1h 45min erreichten wir dann den Gipfel und wir wurden mit einem traumhaften Rundumblick belohnt. Echt der Wahnsinn. Rechts Füssen mit Neuschwanstein und links die Alpen mit sicher 100++km Fernsicht. Nach einer kurzen Pause gings dann über den als „schwierig“ bezeichneten Abstieg runter. Ich hatte ordentlich Respekt davor und ich muss sagen es war gut so. Mir fiel das Abklettern auf den Schrofen nicht so leicht wieder Klettersteig und ich war dann froh, als wir die Passage hinter uns hatten. Danach wars easy zum Gimpelhaus runter, dort zwei Radler trinken und weiter zum Parkplatz. Zwischenzeitlich haben wir den Mädls erzählt wie cool es hier ist und so haben sie sich auch entschlossen uns besuchen zu kommen. Während sie die Anreise in Angriff nahmen hüpften Peter und ich noch in den Haldensee und warteten gemütlich bei nem Bier auf die Mädls. Sie waren dann auch gegen sieben endlich da und so verbrachten wir noch einen schönen Abend bei Gesprächen und Bier.
Am Samstag war der Plan Biken zu gehen. Nachdem Peter und ich gestern schon die Tour zurecht geschnitten hatten nahmen wir in der Früh den Aufstieg zur Krinnenalpe in Angriff. Dieser ließ sich auf breiten Forststraßen gut fahren. Über den Alpenrosenweg gings runter nach Nesselwängle und von dort wieder hoch zum Adlerhorst. Bei traumhaften Wetter genossen wir dort das Radler bevor es über nen ziemlich coolen Trail wieder runter ging nach Grän. Der Abend gestaltete sich ähnlich wie gestern. Allerdings wurde diesmal nicht gekocht sonder Schnitzel gegessen in der Wirtschaft neben dem See. Darauf folgte wieder der Absacker (Hirschkuss) im Bösl-Bus
Am Sonntag verließ uns leider Claudi nach dem Frühstück und wir packten auch unser Zeug zam, da wieder Bike angesagt war, diesmal aber von Lermoos aus. Über breite Forstwege gings hoch zur Grubigalm. Dies war aber noch nicht genug. Unser Ziel lag 200Hm höher. Die Grubighütte. Anfangs gings noch, aber das Ende wurde zunehmend steiler und grobkörniger, so dass ich echt beißen musste. Die Entlohnung folgte aber sofort. Ein traumhafter Ausblick auf die Zugspitze. Nach einer kleinen Pause gings dann runter. Nach kurzem Hoch-Runter-Geschiebe fing der Trail an und was für einer. Ich muss sagen der verdient auf alle Fälle das Prädikat „Premium“. Über Schotterwege und Rillen zieht sich der Trail runter bis zum Blindsee und fordert einiges an Konzentration und Technik. Vom Blindsee gings dann über eine Schiebepassage hoch und über einen Wurzeltrail zurück auf einen Wanderweg Richtung Lermoos. Dieser Wurzeltrail hat es mir mal echt gegeben. Kurz mal an einer Wurzel hängen geblieben, schnell absteigen und in dem Moment mit dem Fuß umgeknickt. Resultat, dicker Knöchel. Zum Glück hab ich kaum noch Bänder. Wir alle waren froh, als der Weg wie gesagt easy wieder zurück führte nach Lermoos. Dort verabschiedeten wir uns auch von Peter und gönnten uns auf der Rückfahrt in Grainau noch einen Gänsebraten. Zum Schluss war verdauen im Stau angesagt.
Alles in allem ein saugeiles verlängertes Wochenende mit einfach viel Spaß bei allem.
