13.10. – 14.10.2012: Lischanahütte

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Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von Laura. Da sie bald Geburtstag hat bekommt sie sozusagen schon mal verfrüht (wetterbedingt) ihr Geschenk. Wir sind daher am Samstag Vormittag erst Richtung unbekanntes Ziel aufgebrochen. Zumindest für sie noch unbekannt. Mit kleinen Hinweisen wurde es klarer, dass es das Engadin wurde. Ich hatte ja letztes Wochenende schon viel Erfahrung mit der Gegend gesammelt und war begeistert. Natürlich musste ich diese Begeisterung teilen. Wir fuhren somit nach Scuol, besser gesagt nach San Jon (was gar nicht so leicht zu finden ist). Von dort nahmen wir den Wanderweg (!) hoch zur Lischanahütte. Durch schönstes gelb/rot/grün stiegen wir anfangs den Wald hoch bis er sich bei ca. 2000m lichtete und Waldgrenze erreicht wurde. Von dort eröffnete sich uns nicht nur der Blick runter ins Tal und die Silvretta-Gruppe sondern auch nach oben zum Piz Lischana. Nach gefühlten 2,5 sehr langen Stunden erreichten wir auch die Hütte. Diese war zum einen super urig, aber auch sehr modern. Wir gönnten uns einen Nachmittagssnack, genossen anschließend noch die Umgebung um die Hütte herum und das Dunkel werden. Nach dem gemeinsamen Abendessen in der Stube (zusammen mit einer Familie vom Bodensee und einem älteren Pärchen) und schönen Gesprächen auf Schwizerdütsch gings auch relativ bald ins Bett. Da die Hütte nicht voll belegt war hatten wir ein ganzes Zimmer für uns.

Am Sonntag gings nach dem Frühstück dann weiter hoch. Wir hatten einen etwas strammen Zeitplan, da ich für 13 Uhr eine weitere Überraschung für Laura unten in Scuol geplant hatte. So stiegen wir Richtung Fuorcla da Rims (2954m) auf. Wir ließen anfangs noch offen ob wir den Piz Lischana machen, aber bedingt durch den Schnee und den vereisten Aufstieg entschieden wir uns am Grat umzukehren und in Ruhe den Abstieg in Angriff zu nehmen. Die vereisten Stellen waren schnell erledigt und somit konnten wir den Kessel inklusive Blick nach unten bei grandiosem Wolken & Lichtspiel genießen. Der Abstieg war dafür weniger ein Genuss. Ca. 2h runtern brauchten wir für die knapp 1600Hm und unsere Oberschenkel brannten danach. Zum Glück plante ich ja noch ein kleines Wellness Programm im Bad Scuol. Wir hatten nämlich für 13:20Uhr einen Termin für das römisch-irische Bad. Also schnell umziehen, eine Kleinigkeit essen und los. So erreichten wir rechtzeitig das Bad, gönnten uns einen kurzen Aufenthalt im Warm-Wasserbecken und öffneten anschließend mit der Chip-Karte die Wand (so wurde es uns beschrieben) zum römisch-irischen Bad. Dort bekamen wir eine Toga und genossen das wohl strukturierte Programm welches mit zwei Heißluft-Bädern begann, von einer Massage zu einem Dampfbad führte und letztendlich nach dem Mineralbecken mit der Erholung in vorgewärmten Liegesofas inkl. Panoramablick Richtung Lischana endete. Genial. Die Rückreise versüßte uns noch eine Pizza im Ristorante Irene. Was will man mehr!?

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