Wir waren ausgeschlafener und fitter als gestern. Dies zeigte sich schon daran, dass Laura in der Früh gleich SUPen ging. Wir folgten heute dem Tipp vom Uwe. Direkt vom Camping aus fuhren wir westlich am See vorbei nach Molina…Jetzt graute es mir vor dem Rückweg. Der Weg ging jetzt zwar leicht bergab, was aber heißt später bergauf. Egal. Also von Molina aus gings dann hoch zur Bocca Fortini. Dies ging zwar anfangs zäh, im Mittelteil dann besser. Gegen Ende zeigte sich dann aber sein wahres Gesicht. Im stetigen auf und ab zehrte uns der Anstieg ordentlich Saft aus den Oberschenkeln. Aber meckern half nix, grad bei so einem schönen Tag wie heute nicht. Nach der Kreuzung gings dann auch schon leicht bergab und wir erreichten zügig den Passo Guil. Hier mussten wir noch einmal das Bike kurz hoch schieben bevor es in den Downhill ging. Wir zogen Schoner an, aber das Fahren wurde immer wieder durch die hochschiebenden Biker gestört. Zum Glück wurde der Weg bald breiter und so konnte man gut aneinander vorbei. Vom Passo Rocchetta verabschiedeten wir uns zügig, da er voll mit Leuten war. Wir zweigten ab in den 422, der wohl das Moser Highlight sein soll. Aber nicht runter sondern rauf! So kamen uns auch erneut viele Biker entgegen und ich hab mir nur gedacht, warum zur Hölle schiebt man so einen netten Trail hoch um dann die Forstpiste runter zu fahren? Egal. Ich hatte Spaß und schaute auch nicht schlecht als neben Bikern plötzlich auch noch drei Reiter mitsamt Pferd entgegen kamen. Nach dem ersten Teil, bis zu dem uns ein nicht bremsen könnender Typ folgte, gings schon mal nett dahin. Er warnte uns nochmals eindringlich nicht nach links zu fahren, da das nächste Stück brutal hart sei und man schieben müsste. Ok…aber…die Beschreibung führt uns genau dahin. Einstimmig ignorierten wir seine Warnung und fuhren links. Der Einstieg war dann echt zackig, aber der Weg änderte sich bald und er war zwar fordernd, aber nicht zu hart. Auch Laura hatte ihren Spaß..Naja, bis auf die Stelle mit dem typischen Garda-Schotter. Mehr schlecht als recht ließen wir den zurück und folgten dem Weg weiter bis nach Pregasina. Hier zischten wir schnell durch, ok…mit einer kleinen Downhill Einlage bei einer Treppe, und von dort dann direkt rüber zum Ponale Bistro. Hier „legten“ wir die Füße hoch und gönnten uns dolce Vita. Espresso Doppio, Lemon Soda, Cola und Peroni. Hmmm……
Jetzt folgte aber dann auch das schwierigste Stück. Wir mussten wieder gute 600Hm hoch zum Ledro See. Mit vollen Mägen und faul wie sonst was gings dann zu den Bikes. Ich quälte mich mit meiner kleinen Pumpe ab, um die Bikes auf ordentlich Druck zu bringen, während Laura mir die große Standpumpe vorenthielt. So aufgewärmte kurbelten wir los. Es war heiß…brutal heiß auf der Teerstraße. Der Uphill zog sich und gerade gegen Ende, bei den Rampen, wars dann fast komplett vorbei. Wir schafften es aber und rollte danach locker wieder zurück zum Camping..Puhhhh.
Da wir wie gesagt auch im glutenfree-Paradies waren mussten wir am Nachmittag auch noch rüber fahren nach Storo wo Laura in einem speziell glutenfree Laden einkaufen war. Dies haben wir dann auch gleich mit einem normalen Supermarkt Einkauf verbunden und wie immer kam die Frage auf. Warum kaufen wir den überhaupt noch in Deutschland ein bevor wir nach Italien fahren?
Den Abend genossen wir dann im Restaurant bei Pizza und im Anschluss dann am See bevor wir uns in unsere gemütliche Höhle zurück zogen.
