12.09.2010: Ausradeln zum Herzogenstand

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Eigentlich wollte ich dieses raus zum Bouldern. Laura war noch auf Kite-Urlaub und Steffen war grad zurück. Ich versuchte ihn verzweifelt zu zwei Tagen Bouldern zu überreden. Vergebens. Ok…ein Tag Klettern, ein Tag Bouldern. Auch nicht. Nur ein Tag Klettern. Immer noch nicht. Dann kam sein Vorschlag, Bike…Puhhh. Ich war doch nach der Transalp eigentlich durch mit Biken. Na gut. Hauptsache raus. Sonntag gings los. Aufstehn, Kaffee kochen, frühstücken..Schlüsselgeräusche??? Was war das. Die Wohnungstür geht auf und Laura steht plötzlich da. Sie war die Nacht von Kassel aus fast durchgefahren und kam jetzt totmüde in München an. Wir redeten über das Vergangene und dann legte sie sich auch schon hin und ich musste auch los. Zotz kam um 9 Uhr und holte mich ab. Auf nach Kochel. Geplant war der Herzogstand über den Pioniersweg. Beim Dorst angekommen warteten wir auf Steffen und Jan doch plötzlich ein Schrei „NEIIIIIIIN“. Was war los. Dann erkannte ich. Ein Blick auf die Ausrüstung die vor uns lag sagte alles. Zotz hat seine Bikeschuhe vergessen und musste nun notgedrungen auf den guten Panama Jack die Tour bestreiten. Scheiße…
Nachdem die anderen beiden auch da waren machten wir uns auf. Erster Anstieg, alle noch da bis auf Jan..Er schiebt schon? Na das kann heiter werden, doch dann hören wir seine Schreie und uns wird klar, dass er ein Problem hat. Die Kette ist gerissen und er wollte sich schon zum Auto zurück stellen. Doch nix gibts. Zum Glück hatte ich Ersatzniete und Kettennieter dabei. Die Kette war schnell gerichtet und so gings weiter. Anstiegstechnisch hatte es die Tour echt in sich. In der Mitte etwa ist eine 25%+ Rampe die nur schiebend zu bewältigen war. Danach gings stetig die Straße an unzähligen Wanderern hoch. Doch ein Blick rauf sagte nix Gutes. Wie an einer Perlenschnurr aufgehängt konnte man die Schlange an Wanderern sehen die sich zum einen um den Herzogstand drängten und weiter noch hoch bis zum Gipfelkreuz..Muss das denn sein? Warum flieht man raus aus der Stadt. Ach ja um die Natur zu erleben, aber wenn man das dann bekommt, dann wird einem klar warum man manchmal etwas „extremer“ unterwegs ist. Egal. Wir genossen oben die Sonne, ein Bier und die Brotzeit. Danach gings den schönen Trail über den Pioniersweg runter. Alles in allem eine doch schöne Tour auch wenn die Menschenmassen genervt haben, aber ansonsten verlangt sie einem schon bisschen was ab. Sowohl konditionstechnisch wie auch fahrtechnisch. Danach gabs das wohlverdiente Eis in Kochel

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