Heute machten wir uns auf weiter Richtung Süden und wollten auf dem Weg dorthin noch eine kleine Tour fahren. Laut den britischen MTB News sollte der Trail um den Stausee „Llyn Brianne Dam & Reservoir“ einer der besten Trails überhaupt sein. Zunächst hieß es aber da mal ankommen. Die Straßen wurden immer kleiner und ich war dann doch froh, dass vor mir ein großer LKW mit guter Geschwindigkeit fuhr, so dass ich den nicht überholten musste (gekonnt hätte ich sowieso nicht) und ich auch weniger nachdenken musste, weil es einfach nur hinterher fahren war. Doch irgendwann zweigte unsere Straße durch ein Google-Spezial ab und ich fuhr echt kleine Straßen hoch. Plötzlich kam uns ein riesiger Zuchtbulle entgegen. Brutales Vieh. Der Kopf war fast auf meiner Höhe im Bus. Der wog auch bestimmt mindestens dreiviertel wie der Bus. Er wurde von einem Pärchen voran getrieben. Dabei saß er auf einem Quad und stubste den Bullen immer wieder von hinten an, wenn er nicht gehen wollte. Echt krasses Vieh. Nach einer Ewigkeit kamen wir dann am Staudamm an. Der Platz lud auch zum übernachten an und so dachten wir hätten wir einen Plan.
Die Tour fing gut an. Forstweg einmal um den See gut herum, dann hoch, dann ein Stück schieben. Oben angekommen wie immer ein schöner Blick über die liebliche Landschaft, dann zweigte der Trail ab nach unten. Und das war dann der größte Fehler den wir gemacht haben. Zunächst noch ok fahrbar ohne viel Spaß, später dann mehr ein Höhenweg ohne Flow, total verwachsen, sumpfig und echt eng zu fahren. Wir waren nur am Kotzen und die Kilometer wurden nicht weniger. Das gibt es doch nicht. Wie kann man so einen Trail als besten Trail ever bezeichnen. Da war gar nichts. Ich war so sauer, versuchte aber auch Laura einfach zum weitergehen zu motivieren. Nach über 1,5 Plackerei erreichten wir endlich wieder die Forststraße und dann wars nur noch ein kleiner Anstieg zum Bus. Zurück am Bus war ich so sauer und so fertig mit dieser Gegend, dass ich keine Lust hatte den Abend hier zu verbringen. So sind wir dann durchgefahren bis an die Südküste zum Three Cliffs Camping. Hier kamen wir gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss an und checkten in den puren Luxus ein. Wir bekamen einen schönen Platz zum Feuer machen, die Duschen waren separierte Räume, hochmodern und sauber ausgestattet. Als ich mich ums Feuer kümmern wollte wollte Laura Essen machen und es gab eine Schrecksekunde als kein Speck mehr vorhanden war und somit keine Carbonara ging. Wir disponierten schnell um…und am Ende war dann jeder satt und wir saßen vor dem Feuer bei Sternenhimmel.
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