27.10.2022: Roscoff

unbenannt-12062

unbenannt-12062

Nach der echt unschönen Nacht wurden wir noch im Dunklen von der schönen irischen Tin Whistle Melodie geweckt. Es war halt echt noch dunkel draußen und durch die Zeitumstellung zwischen Irland und Frankreich war es ewig früh. Wir machten uns fertig und schon hieß es anlegen. Dieses mal ging es echt schnell. Im Dunklen verließen wir den Hafen und waren somit wieder in Frankreich. Wir wollten uns einen schönen Platz zum Frühstücken aussuchen und was lag näher als wieder Plage Sainte-Anne. In Saint-Pol-de-Leon gingen wir noch kurz zum Bäcker und deckten uns mit besten Baguette und Croissant ein und ja, es war immer noch dunkel. Als wir am Strand ankamen, da ging dann schon langsam die Sonne auf und gefühlt war es hier fünf Grad wärmer als in Irland. Wir rissen die Türen auf, schmissen die Crashpads raus und zogen die Badehose an. Ich sprang ins Meer und es war so befreiend und schön mal wieder. Crisp, klar, reinigend. Ich schwamm meine Runde und es war zwar ok von den Temperaturen, aber so ganz warm wars auch nicht. Dafür heizte sich der Körper schnell wieder auf sobald man draußen war. So ein geiles Gefühl einfach barfuß hier zu stehen, das Wasser vom Körper abzurubbeln und die Sonne im Rücken zu spüren. Wir frühstückten am Strand und schauten wieder den coolen Damen zu, die im Neo im Auto ankamen und sich hier zum Plausch bzw. Aqua-Walking trafen. Mega cool. Anschließend sagten wir dem Strand Ciao, fuhren noch Tanken und ich kaufte noch original Roscoff Zwiebeln für meine Mutter. Als ich dann beim Bäcker meinen zweiten Kaffee holten wollte entdeckten wir einen Straßenverkauf von Zwiebeln. Also nochmal stehen geblieben, 5kg Sack Zwiebeln gekauft, auf die Crashpads geschmissen und los. Es ging zurück nach Bleau. Die Fahrt zog sich ähnlich wie schon auf der Hinfahrt. Je näher wir Paris kamen, desto mehr Stau war angesagt, so dass wir irgendwann Landstraße fuhren, was keine so schlaue Idee war. Es war Erntezeit, so dass auf den Landstraßen immer wieder Bulldogs waren. Ich war schon etwas genervt. Irgendwann beschlossen wir auch noch kurz Essen einzukaufen und gefühlt eine Ewigkeit später erreichten wir endlich wieder Straßen die ich kannte. Wir waren in Bleau. Es ging direkt zu unserem Camping in Grez und nachdem wir eingecheckt hatten schmissen wir alles aus und vom Bus. Crashpads, Bikes, Dachbox, Boardbag. Ich baute den Grill auf, machte mir ein Bier auf und genoss den Abend. Endlich wieder Bleau und endlich wieder Feuer.